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Hausstaubmilbenallergie? Kind 6 Jahre

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  • Hausstaubmilbenallergie? Kind 6 Jahre

    Sehr geehrter Herr Dr.,

    es geht um meine Tochter (6), seit einiger Zeit ungefähr letztes Jahr Ende Oktober räuspert u. hüstelt meine Tochter immer so, vor allem auffällig immer morgens nach dem Aufstehen, heute ist es mir wieder ganz besonders aufgefallen, weil Sie die Nacht zu uns ins Bett rüber kam.
    Früh bekam sie dann die Augen schwer auf, sie sagte sie hat heute "viel Traumsand" und hat heute morgen relativ viel geräuspert u. hat auch gesagt ihr tut der Hals weh (trocken?). Eine ganze Zeit hatte sie auch immer viel geblinzelt (viell. wg. trockener Augen?, beim Augenarzt war alles ok)

    Könnte das evtl. auf eine Hausstaubmilbenallergie hinweisen? Sollte ich das mal per Allergietest beim Kinderarzt testen lassen? Ich habe gelesen, dass derartige Beschwerden v.a. früh auftreten da die Milben sich meistens in Bett/ Matratze am häufigsten tummeln.

    Über den Tag ist es dann wieder weniger oder fast gar nicht.

    Ich muss dazu sagen, dass ich auch seit selbiger Zeit ebensolche Probleme habe, nach Ärzteodyssee will mein HNO Arzt in 3 Wochen bei
    mir einen Allergietest (u.a. auf Milben) machen. Ich habe auch meistens früh die stärksten Symptome ständiges Kratzen im Hals, total trockener Rachen, ich habe jetzt vom HNO erstmal so eine Salbe für die Nase bekommen, da meine Schleimhäute total trocken waren, aber ich merke auch dass es beim Schlafen immer schlimmer wird und z.B. auch wenn ich Staub wedele (Swiffer), dass ich dann sofort ekelig super trockenen Hals kriege, Augen werden trocken.

    Was würden Sie raten? Und was kann man dagegen tun, wenn sie (wir) wirklich so eine Allergie haben, wie kann man damit leben? der Staub ist ja immer und überall da?

    Wäre über jeden Rat sehr dankbar!

    LG Mila


  • Re: Hausstaubmilbenallergie? Kind 6 Jahre

    Ich möchte noch etwas ergänzen, denn es gibt Neues.

    Ich war mit meiner Tochter beim Kinderarzt, der hat Blut genommen für einen Allergietest. Nach gestriger telefonischer Aussage waren die Allergeneiweiße/EGE (heißt das so) nicht erhöht und auch die Außenallergene nicht. Es konnte lt. Kinderarzt also keine Allergie festgestellt werden, es wurde getestet auf div. Blüten/ Gräser/ Pollen/ Hausstaub/ Schimmelpilz.

    Wir hatten auf Anraten des Arztes dem Kind seit 7 Tagen Cetirizin Saft 5 ml Abends gegeben, die morgendlichen Symptome wie Husten hatten sich darunter von 10 Mal Husten auf 2 mal Husten u. 1x Niesen verbessert (Ich hatte aber zwischenzeitlich auch die Matratzen professionell reinigen lassen, von daher wusste ich nicht woher die Besserung kam). Der Arzt meinte nun gestern ich soll den Saft jetzt weglassen und wir beobachten das ganze, Pricktest könnte man dann immer noch machen.

    Heute früh hat meine Tochter dann wieder 15 x gehustet also mehr als die Tage zuvor. Kann das Zufall sein? Wenn der Allergietest doch negativ war? Oder kann so ein Test auch falsch sein?

    LG Mila

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    • Re: Hausstaubmilbenallergie? Kind 6 Jahre

      Hallo,

      leider ist im Leben nichts sicher.
      Eine Allergietestung kann immer nur aussagen ob sich der Körper mit dem Allergen auseinander gesetzt hat. Man spricht daher von einer s.g. Sensibilisierung und nur wenn die Allergietestung und die Beschwerden übereinstimmen spricht man von einer Allergie.
      Zum Beispiel ein Patient hat in der Allergietestung eine positive Reaktion auf Katze, schläft aber jede Nacht mit einer Katze im Bett und hat keine Beschwerden d.h. es liegt eine Sensibilisierung aber noch keine Allergie vor.

      Daher wenn bei Ihrer Tochter mittels RAST-Testung (Blutuntersuchung) und Prick-Testung (Hautuntersuchung) kein Nachweis erbracht werden kann - muss über eine spezifische Provokationstestung nachgedacht werden - d.h. hierbei wird die Testung dann mit dem Allergen - in Ihrem Fall die Hausstaubmilben - durch nasale oder Lungenprovokation durchgeführt.

      Beachten Sie bitte, dass bei der vorgesehenen Pricktestung je nach Antiallergikum (Ceterizin) Karenzzeiten d.h. das Absetzen des Medikamentes beachtet werden müssen, da sonst der Pricktest nicht aussagekräftig ist.

      Die von Ihnen geschilderten Symptome und auch Ihre ausführliche Beschreibung legen den Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie nahe.

      Das etwa gleichzeitige Auftreten der Beschwerden bei Ihrer Tochter und bei Ihnen selber ist etwas eigenartig. Hat es in Ihrer Familie irgendwelche Veränderungen gegeben (Hausrenovierung, neue Möbel, Altöl, neue andere Betten) - nicht dass evtl. irgendwelche Ausdünsten von Farben, Lacken, Chemikalien in Betracht gezogen werden müssen.

      Mit freundlichen Grüssen
      Thomas Hagen

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      • Re: Hausstaubmilbenallergie? Kind 6 Jahre

        Sehr geehrter Herr Dr. Hagen, vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Ja das die Symptome bei uns beiden ungefähr zur gleichen Zeit auftreten, ist schon merkwürdig. Ich selbst wurde vor 1 Woche getestet (Prick beim HNO) auf 25 verschiedene Sachen, waren alle negativ. HNO meinte ich hätte sehr trockene Schleimhäute (Nase/ Rachen) und meine Tochter auch (sie War mit wurde aber nicht Prick getestet da ich erstmal den Bluttest abwarten wollte). HNO meint das kommt verstärkt von trockener Raumluft. Ich persönlich merke wenn ich wo bin wo es trocken u. staubig ist Bspw im Keller o im büro das eben alles total trocken ist u ich auch ermehrt Husten muss. Deshalb hoffe ich ja das das morgendliche kurze Husten "nur" von trockener Luft herrührt. Ende März haben wir einen Termin beim Allergologen da will ich meine Tochter auf jeden Fall nochmal vorstellen, ich denke dieser wird dann ja sicherlich weitere diagnostische Verfahren einleiten falls notwendig. Würden Sie zu einer zusätzlichen Pricktestung raten? Das Cetizitin haben wir jetzt abgesetzt, reicht der Abstand bis zum 24.03.? Mfg Mila

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        • Re: Hausstaubmilbenallergie? Kind 6 Jahre

          .... Nein, häusliche Veränderungen....Möbel, Teppiche, Wandfarbe, Möbelstücke gab es nicht in den letzten Wochen weder im Schlafzimmer noch noch im Rest des Hauses.

          Kommentar

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