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Wie schnell macht Tavor süchtig?

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  • Wie schnell macht Tavor süchtig?

    Hallo!

    Bin 45, Anfang der Wechseljahre. Wegen Angstzustände hat mir die Internistin Tavor 0,5 mg verschrieben. Ich gehe auch zu Psychotherapie. Tavor habe ich bis jetzt nur zweimal genommen ( innerhalb letzten drei Monate), weil ich zu viel Angst habe anhängig zu werden. Zur zeit sind meine Angstzustände extrem stark, trotz Therapie, deswegen würde ich gerne öfter Tavor nehmen, um mir eine Pause zu verschaffen. Nun habe ich weiter Angst von Abhängigkeit.
    Ist sie berechtigt? Kann ich abhängig werden, wenn ich jede Paar Tage eine Tablette nehme?
    Gibt es Angstmittel, was nicht so schnell abhängig macht?
    Danke und viele Grüße,
    Diana


  • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig? P.S.


    Noch etwas- wegen eines Prolaktinomas nehme ich 0.25mg Cabergoline wöchentlich. Vertragen sich diese beide Medikamente?
    Ist es eventuell auch möglich, dass Cabergoline die Angstzustände verschlechtert oder sogar verursacht? Ich habe gelesen, es ist ein LSD-Derivat und ich habe nur einmal im Leben LSD genommen ( vor 25 Jahren) und extreme Panikzustände gekriegt.

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    • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


      Hi, wovor hast du Angst?

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      • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


        [quote Elektraa]Hi, wovor hast du Angst?[/quote]


        Vor allem, gleichzeitig ist die Angst aber auch irrational. Angst vor der Zukunft, Angst dass mir was schlimmes passiert, dass mein Mann mich verlässt wenn es mir nur noch schlecht geht,Angst dass ich vielleicht verrückt werde, Angst vorm Sterben, Angst vorm Älterwerden, Angst dass ich im Krankenhaus lande, einfach Angst. Ich spüre sie im Bauch, in der Brust, als eine brennende, lähmende Last, seit heute strahlt sie auch in den Kopf aus. Ich habe noch zwei relativ kleine Kinder und muß funktionieren, das macht die Angst noch größer.

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        • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


          Ich kenne die Gefühle, die du im Moment hast.
          Was ist dabei, wenn du derzeit diese Gefühle hast? Sie sind ein Teil von vielen Gefühlen, die man so haben kann.

          Wenn du "Liebe" spürst, dann geht es dir umgekehrt, dann spürst du Geborgenheit, dann fühlst du dich sicher, hast keine Angst vor der Zukunft, sondern im Gegenteil, du planst und baust an tollen Luftschlössern und achtest auf bestimmte Ziele, die du verfolgst.

          Aus Sorge wird Liebe, aus Liebe Sorge und umgekehrt.

          Wir wandern von A nach B und das ein Lebtag lang.

          Ich muss schnell raus, die getrockneten Pilze vom Regen retten, bis nachher.

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          • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


            Vielen Dank für deine Antwort. Du hast recht, jedoch bin ich durch diese Angstzustände regelrecht blockiert, ich kann kaum noch funktionieren, kann nicht schlafen, kann nicht mit den Kindern toben oder abends ausgehen. Die machen mein Leben kaputt, auch meine Ehe leidet darunter. Ich dachte, mit Therapie wird es schon, aber obwohl meine Therapeutin sehr gut ist, komm ich nicht raus. Ich habe gelesen, dass viele Frauen in den Wechseljahren solche Angstzustände kriegen, nicht nur die Hitzewallungen, die für mich eher ein Spaziergang sind.
            Du hattest auch Angstzustände? Wie bist du damit umgegangen, was hat dir geholfen?

            Kommentar


            • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig? P.S.


              "Wie schnell macht Tavor süchtig?"

              Das bestimmen zwei Voraussetzungen:
              1. Dosis
              2. Dauer der Einnahme

              Bei Ihnen trifft beides nicht zu.

              Aber: Cabergoline hat eine sehr lange Halbwertszeit.
              D.h. Sie sollten nach der Einnahme des Mittels etwa 3 Tage kein Tavor nehmen, auch Ihre Mini-Dosis nicht.

              Kommentar



              • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


                Hi Diana,

                Tavor ist ja ein Bedarfsmedikament und ich denke das erst mal eine Gewohnheit eintreten muss um Abhängig zu werden. Wenn du mal zwei, drei Tage eine nimmst und dann wieder pausierst wird es meiner Meinung nach nicht gleich zur Sucht kommen, du musst aber auch selber schauen das der Griff zu Tavor nicht zur Gewohnheit wird.

                [quote diana108]
                Gibt es Angstmittel, was nicht so schnell abhängig macht?
                [/quote]

                Ja, das solltest du aber mit deinem Arzt besprechen und bei so extremen Ängsten ist die Frage welche Medis gut wirken und ich habe die Erfahrung gemacht das es am Ende meist die waren die auch abhängig machen können. Das muss aber kein Problem sein, wenn du dich mit deinem Arzt besprichst und dich an seine Dosierungs und Einnahmeempfehlungen hältst.

                Es kann auch nicht die Lösung sein sich auf Dauer mit Notfallmedis einzurichten, die Ängste unterdrücken ist ja gut und schön, aber das Ziel muss doch sein das du die Kontrolle zurück gewinnst und die Ursache bzw. Auslöser beackerst.
                Passiert in die Richtung auch was in der Therapie, kommst du da voran?

                Ich würde dir raten einen Termin beim Psychiater zu machen, der hat einen Überblick über die gesamte Bandbreite effektiver Medikamente und weiß welche am besten zu welchen Problemen passen. Er kennt sich da sicher besser aus als der Internist und ist auch näher an dem Thema Ängste dran.
                Die Wechseljahre können da natürlich auch noch mitmischen, hast du die Probleme erst seit diese eingesetzt haben, oder hattest du sie schon vorher?
                Du solltest auch die Schilddrüsenwerte checken lassen, oder ist das schon geschehen? Evtl. wäre auch der Gang zum Gyn ratsam, die Hormone können so einiges anrichten wenn sie durcheinander geraten.

                Kommentar


                • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig? P.S.


                  [quote dr.riecke]"Wie schnell macht Tavor süchtig?"

                  Das bestimmen zwei Voraussetzungen:
                  1. Dosis
                  2. Dauer der Einnahme

                  Bei Ihnen trifft beides nicht zu.

                  Aber: Cabergoline hat eine sehr lange Halbwertszeit.
                  D.h. Sie sollten nach der Einnahme des Mittels etwa 3 Tage kein Tavor nehmen, auch Ihre Mini-Dosis nicht.[/quote]

                  Vielen Dank Herr Dr. Riecke,
                  das beruhigt mich sehr! Allerdings muß ich das mit Cabergoline gut planen. Würden sich die Medikamente gegenseitig in der Wirkung verstärken oder eher abschwächen?

                  Vielen Dank!

                  Kommentar


                  • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig? P.S.


                    "Würden sich die Medikamente gegenseitig in der Wirkung verstärken oder eher abschwächen?

                    Verstärken.

                    Es könnten aber auch weitere Wechselwirkungen auftreten.

                    Kommentar



                    • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


                      [quote diana108]Vielen Dank für deine Antwort. Du hast recht, jedoch bin ich durch diese Angstzustände regelrecht blockiert, ich kann kaum noch funktionieren, kann nicht schlafen, kann nicht mit den Kindern toben oder abends ausgehen. Die machen mein Leben kaputt, auch meine Ehe leidet darunter. Ich dachte, mit Therapie wird es schon, aber obwohl meine Therapeutin sehr gut ist, komm ich nicht raus. Ich habe gelesen, dass viele Frauen in den Wechseljahren solche Angstzustände kriegen, nicht nur die Hitzewallungen, die für mich eher ein Spaziergang sind.
                      Du hattest auch Angstzustände? Wie bist du damit umgegangen, was hat dir geholfen?[/quote]

                      So gerne würde ich dir gegenüber sitzen und dir alles genau erzählen, von der ersten Minute bis zur letzten.

                      Wir Menschen kennen so viel (noch) nicht. Wissen so Vieles noch nicht. So irrsinnig viel ist unerforscht und noch unerklärlich.
                      Für viele Fragen, die das Leben betrifft haben spirituelle Ratgeber, Religionen, Medizinmänner, "weise Leute", Geschichten, Märchen, Mystiker etc. Antworten zu geben versucht.
                      Ich habe unendlich lange nachgedacht, geforscht, mir Bücher zuhauf angesehen, ebenso eigene Ansichten und Erfahrungen gesammelt, andere beobachtet, zugehört, der Natur zugeschaut, mich dem Kirchlichem zugewandt und so weiter- nachdem ich durch diesen Lebensabschnitt gegangen bin, der mich äusserst irritiert hat. Für mich war es wirklich so, dass ich geglaubt habe, das kann ich nicht überleben.
                      Ich habe es überlebt, dieses entsetzliche Fürchten, dieses überaus stressige Angsthaben, dieses grausige Befinden von damals, das ist vorbei.

                      Ich bin mir sicher, endgültig vorbei.

                      Denn würde mir heute wieder diese seltsame Angst den Rücken raufkriechen, würde mir heute wieder der Nacken steif werden vor Furcht, oder die Hände zum Zittern anfangen, oder wäre ich heute wieder voller Schlaflosigkeit , besonders nervös, mitunter bedenklich schwindelig und unsicher auf den Beinen, mit zermürbenden Gedankenabläufen, dann würde ich mich in aller Ruhe hingeben an dieses Geschehen und zuversichtlich abwarten.

                      Wir wissen so wenig über die Abläufe in unserem Körper, erst recht wenig, was in unserem Gehirn so alles passiert. Trotzdem leben wir, trotzdem atmen wir, trotzdem verdauen wir, trotzdem halten wir ganz schön vielen Belastungen stand, obwohl wir nicht viel bewusst dazu beitragen. Wir atmen nicht einmal willentlich und bewusst. Lieben auch nicht, fürchten auch nicht. Unsere Blase füllt sich wie von alleine, auch das Blut zersetzt sich und baut sich immer wieder neu auf.
                      Wir sind tagtäglich mit Zunehmen konfrontiert, ebenso mit Abnehmen. Altes vergeht, Neues entsteht. Befindlichkeiten wechseln. Man kann nicht sagen ab wann man genau erwachsen ist, auf einmal ist man es. Man sieht einem nicht an, was man denkt, was man fühlt, aber trotzdem denkt man, fühlt man. Kann ein Arzt nachforschen, was du denkst? Er muss dich fragen, und obwohl du ihm Antwort gibst, ist ein Bruchteil nur gesagt worden, von dem, was du denkst, während du über deine Gedanken redest.

                      Wir sind uns nicht annähernd bewusst, was das Unbewusste ausmacht. Wie groß es ist, was es alles vermag.
                      Ich zum Beispiel wage zu behaupten, dass wir besser riechen können wie ein Hund. Besser sehen können wie ein Adler, Abermillionen von Meldungen und Informationen zugleich aufnehmen können...aber nicht bewusst.

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                      • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


                        Jetzt fragst du dich sicher, was das mit deiner Angst zu tun hat.

                        Bei mir war ein Umbruch nachher, ein fürchterlicher Änderungsvorgang. Bestimmt ist irgendwie vorausge"schickt" worden, dass "meine Welt" untergeht- eine neue entsteht.

                        So ähnlich wird es in vielen Büchern beschrieben. In der Bibel zum Beispiel nennt man das das Armagheddon.
                        Spirituelle nennen es Neugeburt. So sehe ich das im Nachhinein auch. Ein Doktor sieht das natürlich anders.

                        Ausserdem beginne ich immer mehr der Natur zu vertrauen, mich dort umzusehen und zu vergleichen, was da so alles geschieht. Es ist nun einmal auch für ein Samenkorn nichts wert, wenn es nur ein Samenkorn bleibt. Es muss "sterben" und aufplatzen.
                        Oder - eine Raupe braucht auch keinen Arzt. Sie muss "mitgehen"- durchstehen, was mit ihrem Leben passiert. Nie würde sie ahnen, dass sie einmal fliegen kann und schweben. Die Kaulquappe - ob die Panik hat, wenn ihr auf einmal Beine wachsen...???

                        Ich würde an deiner Stelle ganz bestimmt als Beruhigung die Tabletten nehmen. Trotzdem voll vertrauen, dass da nichts passiert, was nicht sein soll.

                        Vielleicht erleichtert es dich, wenn du mitschreibst genau? Alles, was dir so einfällt, als ob du deine gedanken mit dir reden lässt, niederschreibst, was sie dir zu sagen haben.
                        Ich habe das gemacht.
                        Es ist seltsam, wenn man einmal angefangen hat mit diesem Schreiben, einfach nur so, dann stellt man bald einmal fest, dass die Worte wie von alleine kommen.
                        Wie diktiert, bei mir ist das so, das mag ich sehr, es ist irgendwie, wie wenn der Kontakt zu meinem Unbewusstem gut funktionieren würde. Wie wenn mein "Partner" und ich uns unterhalten.
                        Bestimmt sagt dir während dem reden, schreiben, erzählen ein bisher unbewusster Teil in dir, was du brauchst.
                        Eine Therapie..??? Wiederholte Versuche dich durchzusetzen...??? Bestimmter auftreten...??? Mehr Zorn zeigen...??? Vergeben, nachgeben...??? Vielleicht loslassen..???

                        Nachher, wenn deine Angstzeit vorbei ist, dann bitte erzähle unbedingt hier im Forum, was du unternommen hast.

                        Liebe Grüße
                        Elektraa

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                        • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


                          "Ich würde an deiner Stelle ganz bestimmt als Beruhigung die Tabletten nehmen."

                          Oft beendet so ein angstlösendes Mittel die innere Panik so schlagartig, dass der Mensch erst zu eigener Einflussnahme, Zuspruch von außen oder sogar dem Beginn einer Psychotherapie in der Lage ist.

                          Deshalb begrüße ich Ihren Satz, Elektraa, ganz besonders.

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                          • Re: Wie schnell macht Tavor süchtig?


                            hallo diana,
                            tavor bzw. lorazepam macht abhängig, aber nicht, wenn du bei bedarf mal eine tablette einnimmst. das beste wäre allerdings du gehst zu einem neurologen und lässt dir tabletten verschreiben, die nicht abhängig machen, ein sehr gutes mittel ist da z.b. doxepin (mareen). aber das weiß der neurologe besser. beste grüße berni44

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